when ice turns basiert auf einer Fotografie von Eisstrukturen, die sich auf einer Autoscheibe gebildet haben. Diese Aufnahme wurde mehrfach übereinandergelegt, sodass aus dem ursprünglichen, feinen Muster eine verdichtete und komplexe Bildfläche entsteht.

Durch die Überlagerung verschieben sich Linien, Bruchstellen und transparente Zonen des Eises ineinander. Die Arbeit erzeugt dadurch eine Struktur, die an natürliche Landschaftsformen erinnert – an Gesteinsschichten, gefrorene Wasserläufe oder topografische Oberflächen. Gleichzeitig bleibt der fotografische Ursprung erkennbar und bildet die Grundlage für die abstrakte Wirkung des Bildes.

Die mehrfach geschichtete Fotografie macht sichtbar, wie stark sich Wahrnehmung verändert, wenn ein Motiv seiner ursprünglichen Klarheit entzogen wird. Aus einem alltäglichen Frostmoment entsteht eine neue visuelle Ebene, in der natürliche Formen und fotografische Manipulation ineinander greifen.