
Beechwoodsticks, sharpened besteht aus einer Vielzahl gleich langer, schlanker Buchenstäbe, die an beiden Enden angespitzt wurden. In ihrer Masse entsteht ein Materialfeld, das zugleich geordnet und unruhig wirkt. Die Stäbe liegen am Boden, leicht verteilt, teils parallel zueinander, teils wie zufällig aufgefächert.
Die Installation arbeitet mit dem Moment zwischen Struktur und Streuung: Aus der Distanz erscheint die Ansammlung als ein lockeres Liniengeflecht, aus der Nähe zeigt sich die Präzision jedes einzelnen Stabs. Die Spitze verleiht dem ansonsten neutralen Material eine neue Richtung und Schärfe, wodurch die Stäbe nicht nur zu Linien, sondern zu Vektoren werden – zu Formen, die eine Bewegungsrichtung andeuten, selbst wenn sie stillliegen.


So entsteht ein zartes, fast zeichnerisches Bild aus Holz. Die Stäbe wirken wie skulpturale Striche, die den Raum nicht definieren, sondern berühren. Die Arbeit bleibt formal und klar, gibt aber Raum für Irritation: Trotz der Wiederholung entsteht keine perfekte Ordnung, sondern ein Rhythmus, der durch kleine Abweichungen lebendig wird.
Beechwoodsticks, sharpened ist eine Installation, die das Potential eines einfachen Materials sichtbar macht. Die Kombination aus Wiederholung, Ausrichtung und minimalem Eingriff zeigt, wie aus vielen ähnlichen Elementen ein feines Gefüge entstehen kann – ein ruhiger, aber spannungsvoller Moment im Raum, der zwischen Zeichnung, Objekt und Struktur oszilliert.
